die Polypenabtragung (Polypektomie)

Darmkrebs entwickelt sich fast immer aus gutartigen Vorstufen den so genannten Polypen. Eine wirksame Methode zur Verhinderung von Darmkrebs ist die rechtzeitige Abtragung von Polypen. Gestielte Polypen können mit der elektrischen Schlinge, die durch das Endoskop eingeführt wird, an der Basis umfasst und schmerzlos abgetragen werden. Bei flachen Polypen werden häufig Medikamente unter die Schleimhaut gespritzt, um diese anzuheben und danach ebenfalls mit der Schlinge zu entfernen. In manchen Fällen kommt die Argon-Plasma-Koagulation (Argon-Beamer), bei der mittels Verschorfung Polypen oder Polypenreste beseitigt werden, zum Einsatz. Zur Verminderung des Blutungsrisikos wird manchmal ein Medikament in die Darmschleimhaut gespritzt. Die Polypen werden feingeweblich untersucht, in Abhängigkeit davon wird entschieden, ob weitere Maßnahmen z.B. eine OP notwendig sind.

O.g. Maßnahmen können auch noch bis zu 2 Wochen zu Komplikationen (Rate <1%) führen wie Verletzungen und Durchbrechung (Perforation) der Darmwand, die eine Bauchfellentzündung bewirken können und eine Operation erforderlich machen können, Blutungen, die in der Regel durch Einspritzen von Medikamenten oder Anlegen von Metallklammern (Clips) an der Darmwand zu Stillstand gebracht werden.