Wie können wir Ihnen helfen?

Unsere Praxis ist auf die Therapie und Langzeitbetreuung von Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen ausgerichtet.

Dies bedeutet meist die Einstellung auf eine sogenannte nichtbiologische Basistherapie. Hierunter versteht man die längerfristige Gabe antirheumatischer Medikamente, um den Entzündungsprozess nachhaltig zu hemmen und Schäden an Knorpel und Gelenken zu verhüten.

Es kommen alle etablierten Basistherapeutika zum Einsatz, entweder als Tabletten oder in Form von Spritzen oder Infusionen. Die Auswahl der Medikamente wird durch den individuellen Krankheitsverlauf bestimmt.

Auch biologische Therapien kommen bei unzureichender Wirkung der herkömmlichen Basistherapeutika zum Einsatz. Es werden sowohl die mittlerweile seit mehr als 10 Jahren zugelassenen TNF-a-Blocker  (wie z.B. Infliximab-Remicade®, Etanercept-Enbrel®, Adalimumab-Humira®, Cimzia-Certulizumab®, Simponi-Golimumab®) als auch neuere biologische Medikamente mit anderen Zielstrukturen, wie z.B. Rituximab (Mabthera®), Abatacept (Orencia®) oder Roactemra (Tozilizumab®) eingesetzt. Einige dieser Medikamente werden unter die Haut gespritzt, andere als Infusion verabreicht.

Welches dieser Medikamente zum Einsatz kommt, wird je nach Krankheitsverlauf  und Schwere der Erkrankung für jeden Patienten individuell festgelegt. Als Therapie der ersten Wahl wird aber das  MTX empfohlen.
Ehe die nichtbiologischen Basistherapien aber wirken, vergehen mehrere Wochen. Auch in dieser Zeit bestehen aber schmerzhaft Gelenkentzündungen, die schnell und effektiv behandelt werden müssen.

Daher wird - meist vorübergehend - ein kortisonhaltiges Medikament eingesetzt. Nebenwirkungen des Kortisons sind abhängig von der Dosis und der Zeitdauer der Einnahme. Einer Osteoporose wird durch die Gabe von Vitamin D vorgebeugt. Weiterhin können Sie durch sportliche Betätigung einer Osteoporose entgegenwirken, da Bewegung den Knochen stärkt. Bei längerer Kortisongabe ist eine Knochendichtemessung sinnvoll, um ggf. stärkere Medikamente gegen Osteoporose geben zu können.

Zu Beginn der Therapie oder im Krankheitsschub kommen auch nicht-kortisonhaltige Entzündungshemmer zum Einsatz (z.B. Diclofenac, Ibuprofen, Acemetacin, Piroxicam). Alternativ können magenschonendere COX-II-Hemmer gegeben werden (Celebrex® oder Arcoxia®).

In fast allen akuten Fällen kommen  Physikalische Therapien zum Einsatz. Bei entzündeten Gelenken kann durch Kälteanwendung Linderung erzielt werden. Verschleißbedingte Schmerzen bessern sich oft durch Wärme. Aber: Ausnahmen bestätigen die Regel!

Aktive Bewegungsübungen (Krankengymnastik) sind oft sinnvoller und wirksamer als nur kurzzeitig lindernde, passive Verfahren (Fangopackungen, Massagen).

Sie können selbst aber zum positiven Krankheitsverlauf beitragen, in dem Sie sich regelmäßig sportlich betätigen. Dies beugt nicht nur der Osteoporose vor, sondern hilft auch das Gewicht zu optimieren und trägt zur Verbesserung der allgemeinen Stimmung bei. In einer Sportgruppe trainiert es sich oft besser als allein, auch sind soziale Kontakte wichtig.